Atlas Shrugged 3 ist schlecht, die Rezensionen noch schlechter

Wer ist John Galt? Nach diesem Film interessiert es niemanden mehr (Bild:  Atlas Distribution Company)

Wer ist John Galt? Nach diesem Film interessiert es niemanden mehr (Bild: Atlas Distribution Company)

Ja, es stimmt. Der dritte Film der „Atlas Shrugged“-Reihe ist unsäglich furchtbar. Er befindet sich auf dem Niveau einer schlechten TV-Serie mit aufgesetzten philosophischen Sprüchen an den unsinnigsten Orten und Stellen. Die Schauspieler sind so überzeugend wie ein Kamel, das Richard III. spielt. Das Budget war mit 5 Millionen US-Dollar das niedrigste der Reihe, was man ihm jede Sekunde ansieht. Man hätte diesen Film nicht machen dürfen.

Die meisten Rezensenten haben die Gelegenheit genutzt, um einmal mehr gegen Ayn Rand, ihren Roman und ihre Philosophie zu hetzen. Auf dieselbe Art, wie sie das seit Erscheinen des Romans vor etwa 60 Jahren tun. Weiterlesen

300: Rise of an Empire und der deutsche Hass auf die Freiheit

Artemisia verehrt den Tod - deutsche Rezensenten schlagen sich auf ihre Seite (Bild: Warner Brothers)

Artemisia verehrt den Tod – deutsche Rezensenten schlagen sich auf ihre Seite (Bild: Warner Brothers)

300: Rise of an Empire ist ein äußerst intelligenter Film. Die nihilistische persische Flottenführerin Artemisia ködert den griechischen Anführer Themistokles mit dem Versprechen einer „Freiheit ohne Verantwortung und Folgen“ – also einer durch Gewalt etablierten Herrschaft willkürlicher Launen. Der Grieche besteht auf eine wahre Freiheit und kämpft selbstbewusst gegen „Tyrannei und Mystizismus“. Denn Tyrannei und irrationaler Glaube gehen auf Seiten der Perser eine Liaison ein. Der Film ist philosophisch betrachtet genau auf meiner Wellenlänge. Weiterlesen

Schule ohne freien Willen

Andreas Müller liest Isch Geh Schulhof

Der Test zeigt: Egal, wie lange man ungläubig ein Buch anstarrt – der Inhalt bleibt gleich. (Foto: AM)

Philipp Möllers Isch Geh Schulhof ist zu einem deutschen Bestseller avanciert. Der einstige Hilfslehrer Philipp Möller beschreibt in dem Buch seinen Schulalltag an einer Berliner Problemschule. In die Erzählung sind analytische Elemente eingeworfen, die Interpretations- und Lösungsansätze für die Schulmisere bieten.

Während der Großteil des Buches eine unterhaltsame, flüssig zu lesende Geschichte darstellt, die einen Einblick in die muslimische Parallelwelt in Berliner Schulen gewährt – so ist der Analyseteil wenig überzeugend und steht in einem befremdlichen, oft widersprüchlichen Verhältnis zum übrigen Buch.

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Wiedersehen mit Brideshead (2008)

Das hätte dem konservativen Katholiken Evelyn Waugh nicht gefallen: Sie haben einen religionskritischen Film aus seinem „besten Roman“ gemacht. Wo die armen Sünder im Buch an ihrem mangelnden Glauben leiden, bis sie endlich zu Gott zurückfinden, leiden die Protagonisten in der neuesten Verfilmung an ihrem Glauben und daran, dass sie ihn nie wirklich verlassen können.

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