Steuern sind kein Diebstahl

Feuerbringer_Zitat_Freiwillige_Staatsfinanzierung

Hier nun mein Beitrag im Vorfeld der Diskussion am Sonntag über die Frage, ob Steuern Diebstahl sind? Wie der Titel dieses Essays nahelegt, bin ich der Meinung, dass dem nicht so ist. Einige Libertäre sind hingegen der Auffassung, dass Steuern mit Diebstahl, Erpressung oder Raub zu vergleichen wären. Wenn dir jemand ohne Zustimmung dein Eigentum wegnimmt, dann nennt man das „Diebstahl“. Warum sollte es anders sein, wenn ein Staat dir dein Geld wegnimmt? Der Staat ist schließlich nur eine Gruppe von Leuten, die von einer anderen Gruppe beauftragt wurde, dir dein Geld wegzunehmen. Einfach nur, weil die es gerne hätten. So die Logik von vielen Libertären, vor allem von den Anarchokapitalisten wie Murray Rothbard.

Ayn Rand war ebenso der Meinung, dass die Bürger ihre Regierung in einer völlig freien Gesellschaft freiwillig finanzieren müssten. Das ist die bislang einzige Position von Rand, bei der ich nun zur Schlussfolgerung gelangt bin, dass sie falsch ist. Es gibt an dieser Stelle einen Widerspruch in ihrem Denken. Sie hat mit einem wichtigeren Prinzip Recht und mit der freiwilligen Regierungsfinanzierung Unrecht. Man kann eine Regierung grundsätzlich nicht auf freiwilliger Basis finanzieren. Steuern sind also kein Diebstahl. Weiterlesen

Libertärer Kommentar zum Hoeneß-Prozess

Von den ungefähr 30 Millionen Euro, die sich Hoeneß nicht vom Staat nehmen ließ, hätte man ein Jahr lang 1000 Krippenplätze voll finanzieren können – dies erfährt man von der ARD. Was man nicht erfährt ist, wie viele Millionen Hoeneß über die Jahre hinweg an die Bürger freiwillig und unfreiwillig weitergegeben hat.

Die Moral von der Geschichte: Je mehr Geld jemand erwirtschaftet, indem er Werte produziert und sie freiwillig mit anderen tauscht, desto weniger Geld hat er verdient – und desto mehr Geld darf ihm, soll ihm, muss ihm unter Androhung von Gewalt abgenommen werden.

Das ist nicht die Moral von rationalen Menschen. Das ist die Moral von Parasiten, die von den Leistungen anderer leben. Es ist die Moral von Kannibalen, die ein Recht zu haben glauben, andere Menschen für ihre eigenen Zwecke missbrauchen zu dürfen. Und es ist die Moral der Deutschen.