Woher wissen wir, was wir wissen?

Normalerweise habe ich stets einen spontanen Kommentar auf Lager für so ziemlich jedes Thema, aber die Zuschriften, die der Astronom Florian Freistetter von ernsthaft besorgten Bürgern erhalten hat, die sich vor dem Ende der Welt im Jahre 2012 fürchten – haben mir die Sprache für ein paar Stunden verschlagen.

Ich denke im Gegensatz zu Florian nicht, dass ein Mangel an Wissen das zentrale Problem ist, das solche Panikausbrüche auslöst, sondern, vorher noch, ein Mangel an Philosophie.

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Nichts könnte Gott beweisen oder die Evolution widerlegen

…sagte der Biologe und Religionskritiker P.Z. Myers. Nur wenn unsere Datenlage auf einmal verschwinden und die Welt vollständig anders aussehen würde, könnte man sich in der Praxis vorstellen, Gott zu beweisen oder die Evolution zu widerlegen.

Die „Neuen Atheisten“ zeichnen sich besonders durch ihre Suche nach Wahrheit vor allem anderen aus, sagte Myers. Jetzt müsste er das nur noch auf Politik anwenden und er würde anderswo landen, als er glaubt. Denn wenn er nur kurz bei Glenn Beck reinschaut und meint, damit hätte er einen repräsentativen Einblick gewonnen in das Denken der US-Konservativen, dann hat das mit Wahrheitssuche rein gar nichts zu tun.

Aber in Punkto Evolution und Atheismus gebe ich ihm Recht.

Christentum und Marxismus

Symbol des christlichen Kommunismus (Jack candlestick, Wikimedia Commons)

Symbol des christlichen Kommunismus (Jack candlestick, Wikimedia Commons, Klick für Quelle)

In der Debatte um den Kommunismus der Linkspartei verwies ihr stellvertretender Fraktionschef Ulrich Maurer auf Bibelpassagen, die dem Kommunismus das Wort reden sollen. Alexander Dobrindt von der CSU nannte Maurers Bemerkungen über Christentum und Kommunismus „pervers“. (Vgl. Süddeutsche Zeitung)

Unter Papst Johannes Paul II. hat sich die katholische Kirche als Bollwerk gegen den Bolschewismus positioniert. Ronald Reagan hat die Aufgabe für die Protestanten übernommen. Aber lässt sich die Ablehnung des Sozialismus überhaupt christlich begründen oder hat sie am Ende gar nichts damit zu tun? Weiterlesen

Geben wir schon auf?

In Dänemark steht Lars Hedegaard, Präsident der International Free Press Society vor Gericht, weil er Gebrauch machte von der Pressefreiheit. Sein „Verbrechen“: Er wies im Dezember 2009 darauf hin, dass es in Gebieten, die von der muslimischen Kultur dominiert werden, viele Fälle von Kindervergewaltigung und häuslicher Gewalt gebe. Zugleich bestand er darauf, nicht alle Muslime oder auch nur die Mehrheit der Muslime solcher Verbrechen bezichtigen zu wollen. Weiterlesen

Die Kontroverse um den Kolumbus-Tag

In den USA wird jeden 12. Oktober der „Kolumbus-Tag“ gefeiert, der an die Landung von Christopher Kolumbus in Amerika am 12. Oktober 1492 erinnert. Seit einiger Zeit gibt es eine sich verschärfende Kontroverse um diesen Feiertag. Linke wollen ihn umbenennen oder gar abschaffen, weil Kolumbus Sklaverei und Völkermord in die Neue Welt gebracht habe.

Michael S. Berliner vom Ayn Rand Institute verteidigt den Feiertag. Weiterlesen