Die woke Lösung für den Ukrainekrieg

Der Ukrainekrieg hat viele Menschen im Westen unvorbereitet getroffen. Dabei haben wir die letzten Jahre mit genau den Anliegen und der Denkweise verbracht, die uns nun auch in diesem Konflikt nützlich sein könnten. Wir müssen uns gegenüber den Russen dafür einsetzen, woke Ideen zu verinnerlichen.

(Satire)

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Ist Abtreibung ethisch in Ordnung?

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Meine bisherige libertäre Position für die Freiheit auf Abtreibung beruhte auf Ayn Rands Argumentation. Aber diese ist falsch. Nun stellt sich wieder die Frage, was ich über Abtreibung denken soll. Hier bringe ich Rands Argumentation auf den Punkt, fasse eine gute Kritik daran zusammen und präsentiere meine aktuelle Arbeitshypothese.

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Die Welt ist seltsam

Alles geht mit rechten Dingen zu. Diese Behauptung macht den Naturalismus zu einer attraktiven geschlossenen Weltanschauung. Alles ergibt Sinn, ist geordnet und hat seinen Platz. Und wenn etwas aus der Reihe fällt, versucht man aufzuzeigen, dass es entweder nicht existiert, nicht wirklich aus der Reihe fällt oder zukünftig sicher naturalistisch erklärt werden kann. Dasselbe Prinzip gilt für alle geschlossenen Weltanschauungen: Die Welt hat so zu sein, wie wir das festgelegt haben, und wenn sie anders ist, hat sie Pech gehabt.

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Ist Tiere quälen intuitiv richtig?

Manche Tiere zu streicheln und andere zu essen sei keineswegs paradox. Ebenso behandeln wir verschiedene Menschen auf unterschiedliche Art. Manche sind unsere Handelspartner, andere Ehepartner, wieder andere unsere Widersacher. Fast alle Menschen in der gesamten Geschichte fanden es intuitiv richtig, manche Tiere zu streicheln, von anderen Tieren ihren Pflug ziehen zu lassen und wieder andere zu essen. Wie könne ich behaupten, es sei unintuitiv, Tiere zu essen?

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Revisionistischer Intuitionismus versus radikaler Skeptizismus

Hamburg Deich Wilhelmsburg (Foto: Andreas Müller)

Im Kern bemühe ich mich um die Lösung von zwei großen Herausforderungen: 1. Eine Antwort auf metaethische Fragen zu finden (warum sollen wir überhaupt ethisch handeln? Was ist die Grundlage der Ethik?), 2. dabei Dogmatismus, Nihilismus und Relativismus zu vermeiden. So hat mich das zum revisionistischen Intuitionismus geführt:

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Zurück zum Fisch

Ich esse neben Milch und Milchprodukten wieder Fisch. Ohne diesen fehlen mir wichtige Nährstoffe wie Vitamin B12 und die Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Ansonsten verzichte ich auf Fleisch und Tierprodukte. Theoretisch finde ich auch Wildfleisch und Honig ethisch in Ordnung, aber das esse ich nur sehr selten. Wie geht das zusammen mit meinem Vegetarismus? Keine Ahnung, mir egal.

Wie geht es zusammen mit dem Tierwohl? Das ist die weit bessere Frage, denn wegen dem Tierwohl habe ich meine Ernährung umgestellt. Und nicht, um zu einer bestimmten Kategorie von Bestimmtes-Zeug-essender-Mensch zu gehören.

Nun, mit dem Tierwohl geht es relativ gut zusammen, wenn man bestimmte Dinge beachtet.

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Die 4 Alternativen zum ethischen Intuitionismus

Das sind die logischen Möglichkeiten zur Frage der Objektivität von Ethik, zusammengefasst nach Michael Huemers „Knowledge, Reality and Value: A Mostly Common Sense Guide to Philosophy:

Anti-Realismus

  1. Ethische Aussagen sind weder wahr noch falsch: Nonkognitivismus. („Babys foltern ist ethisch verwerflich“ ist weder wahr noch falsch)
  2. Ethische Aussagen sind immer falsch: Nihilismus („Babys foltern ist ethisch verwerflich“ ist falsch)
  3. Die Wahrheit von ethischen Aussagen hängt von den Einstellungen von Beobachtern ab: Subjektivismus / Relativismus (Babys foltern ist richtig, wenn ich es tue und falsch, wenn du es tust)

Realismus

  1. Es gibt objektive ethische Wahrheiten, die sich auf deskriptive Fakten reduzieren lassen: Ethischer Naturalismus (Babys foltern ist falsch, weil ich jemanden sehe, der ein Baby foltert)
  2. Es gibt nicht-reduzierbare objektive ethische Wahrheiten: Ethischer Intuitionismus (Babys foltern ist falsch, weil es uns falsch erscheint.)
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Wir sollten nach unseren Möglichkeiten ethisch handeln

In einer Diskussion reagierte ein Kommentator empört auf eines meiner ethischen Prinzipien. Es lautet: „Wir sollten bewusst empfindenden Lebewesen nicht absichtlich Leid zufügen, sofern das nicht für höhere Werte wie Gesundheit und Leben des Menschen notwendig ist.“ Nun kann man dieses Prinzip gerne kritisieren, versuchen es präziser zu formulieren, Schwachpunkte und Missverständnisse aufzeigen. Doch die Reaktion hatte mit all dem nichts zu tun.

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Der ethische Intuitionismus ist kein Mystizismus

Landschaft in Würzburg (Foto: Andreas Müller)

Meine neue Ethik ist eine Tugendethik auf Grundlage des revisionistischen ethischen Intuitionismus. Ein akademischer Philosoph wird ungefähr wissen, was es damit auf sich hat, denn das sind alles Fachbegriffe. Außerhalb der akademischen Philosophie allerdings lädt etwas mit der Bezeichnung „Intuitionismus“ zu Missverständnissen ein.

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Die vegane Snobkultur

Unter großer Selbstaufopferung aus ethischer Überzeugung das Richtige tun. Allen Widerständen, allem Unglauben und Spott zum Trotz sein Kreuz tragen. So müsste der Verzicht auf Fleisch und Tierprodukte eigentlich aussehen. Für mich fühlt er sich auch so an. Ich war die letzten Tage völlig kaputt und erschöpft, bis ich gestern abend erstmals Nahrungsergänzungsmittel für Vegetarier eingenommen habe. Jetzt geht’s mir super. Mich für meine Überzeugungen kaputtzumachen ist eben mein Ding. Und nicht zu wissen, wie man sich gut ernährt.

Aber viele „Veganer“ scheinen ihre Ernährung gar nicht als Selbstverzicht wahrzunehmen. Was ist da los?

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Warum sind viele Vegetarier Heuchler?

In früheren Beiträgen kritisierte ich den Vegetarismus. Ich schrieb, dass es fast keine echten Vegetarier gebe, dass Vegetarier Heuchler seien (was viele statistisch auch sind) und dass das wichtigste Buch zur Tierethik die „Kritik der vegetarischen Ethik“ von Klaus Alfs sei.

Das Buch von Alfs finde ich immer noch gut – alle ethischen Vegetarier und Veganer sollten sich mit den Argumenten darin befassen. Ich habe die wichtigsten Einwände bei der Formulierung meiner Tierwohl-Position einbezogen in Ich bin jetzt Vegetarier und Vegetarismus: Antworten auf die wichtigsten Einwände.

Aber es stimmt: Viele selbst bezeichnete Veganer und Vegetarier sind keine, sondern sie essen weiterhin Fleisch. Und es ist eine gute und wichtige Frage, warum das so ist.

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Mama Huhn sucht ihr Brustbein

Bislang war ich ein Ovo-Lacto-Vegetarier aus ethischen Gründen. Die Position erscheint mir aber nur gerechtfertigt, soweit der Konsum von Eiern und Milch gesundheitlich notwendig ist. Wie es nach einer Diskussion mit der Albert Schweitzer Stiftung und weiteren Recherchen nun für mich aussieht, braucht man keine Eier für eine vollständige Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen. Also esse ich sie nicht mehr.

Ein Grund dafür liegt auch darin, dass eine Form der Tierquälerei in sämtlichen Hühner-Haltungsformen verbreitet ist, inklusive der Mobilstallhaltung. Die ist das Grausamste, was ich jemals gehört habe. Und sie verrät einiges über unser Verhältnis zu Tieren.

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