Gewaltfreie Kommunikation: Damit wir uns besser verstehen

Ich habe mich vor einer Weile mit dem Konzept der „gewaltfreien Kommunikation“ („GFK“) aus der Psychologie befasst. Es geht darum, Konflikte gewaltfrei zu lösen – aber auch im weiteren Sinne darum, sich gegenseitig besser zu verstehen. Ich finde die gewaltfreie Kommunikation sinnvoll und hilfreich. Ihr wisst schon: im Gegensatz zu meiner bisherigen Angewohnheit, Menschen, die anderer Meinung sind als ich, einfach zu töten.

Ja, die GFK kann missbraucht werden und die GFK wird sogar umfassend missbraucht, insbesondere von Subjektivsten. Aber das ist eben Missbrauch. Man kann alles missbrauchen. Man kann mit einem Küchenmesser Zwiebeln schneiden oder den Partner erdolchen. Sofern man die GFK aber in geeigneten Situationen einsetzt, finde ich sie sehr empfehlenswert.

Und darum geht es …

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Schafft sich der Liberalismus selbst ab?

„Warum der Liberalismus gescheitert ist“ von Patrick J. Deneen ist eine unbedingt ernstzunehmende Kritik am Liberalismus. Mit „Liberalismus“ ist hier die Ideologie gemeint, die seit mehreren hundert Jahren den Westen prägt: Die der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Befreiung des Individuums. Wie Deneen ausführt, hat diese Ideologie eine innere Logik, die zur Selbstabschaffung des Liberalismus führe.

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Einmal weniger Mob, bitte

Ich verbringe privat deutlich weniger Zeit in den sozialen Medien. Wer dort über Themen wie Politik, Wirtschaft und Kultur diskutieren möchte, wird sich bald von Links- und Rechtsextremisten und Verrückten umringt sehen. Das Niveau auf Facebook und Twitter war schon immer gering, aber hat gefühlt über die Jahre weiter nachgelassen. Ich würde auch anderen empfehlen, dort weniger Zeit zu verbringen.

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Das Recht, zu urteilen

Ich bin ein Mensch mit starken Überzeugungen. Einst war ich als „Taliban der Aufklärung“ (Michael Schmidt-Salomon) bekannt. Meine Überzeugungen finden teilweise großen Anklang, teilweise stoßen sie auf heftige Ablehnung. So weit, so gut. Leider wird mir oftmals streitig gemacht, diese Überzeugungen offen vertreten oder sie auch nur in meinem Kopf beherbergen zu dürfen. Es heißt, ich würde anderen ihr Leben vorschreiben wollen.

Das möchte ich nicht – und habe es nie behauptet, im Gegenteil. Ich fordere keine Gesetze, die Rechte und Freiheiten meiner Mitbürger einschränken. Hier ist das, was ich tun möchte: Ich möchte zu einem Mann, der seine Frau betrügt (oder umgekehrt) sagen dürfen: Ich finde, dass sich Partner treu sein sollten und daher verurteile ich Dein Verhalten. Ich möchte zu jemandem, der sich täglich betrinkt sagen dürfen: Ich denke, das ist weder gut für Dich noch andere, und ich verurteile Dein Verhalten. Das ist alles. Wenn sie es trotzdem machen, ist es ihre Sache. Aber es ist meine Sache, sie zu be- und verurteilen, wenn ich das möchte.

Verhängnisvollerweise verstehen viele Menschen den Unterschied zwischen Ethik und Politik nicht. Oder den Unterschied zwischen der Beurteilung einer Ethik und dem Verbot, eine Ethik zu leben. Darum liefere ich in diesem Beitrag eine präzise und differenzierte Erklärung, warum jeder Bürger jeden anderen als unmoralisch oder als guter Mensch beurteilen darf.

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"Kritik der vegetarischen Ethik" von Klaus Alfs ist das wichtigste Buch zur Tierethik

Das Buch „Kritik der vegetarischen Ethik“ des ausgebildeten Landwirts und Diplom-Sozialwissenschaftlers Klaus Alfs ist ein neues Standardwerk zur Tierethik. Mit anderen Worten muss es jeder lesen, der sich mit Tierethik befassen möchte, und es reiht sich neben Peter Singers „Animal Liberation. Die Befreiung der Tiere“ und Tom Regans „Case for Animal Rights“ ein. Im Unterschied zu diesen Klassikern argumentiert Alfs gegen übersteigerten Tierschutz beziehungsweise Tierrechte und gegen den Vegetarismus.

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