Roter Teppich für den Diktator: Wahnsinn der Woche 39/2018

Diesmal ist die Aussage meiner aufklärerischen Twitter-Wochenschau eine versöhnliche. Wir müssen uns auf unsere gemeinsamen Werte besinnen, wo wir uns auch auf dem politischen Spektrum verorten mögen.

Dazu zählt unsere gemeinsame Ablehnung der Diktatur und unser Eintreten für Freiheit und Demokratie. Die nützlichen Idioten, die dem Diktator Erdogan in Deutschland den roten Teppich ausgerollt und eine große Moschee für ihn gebaut haben… Oh, Moment!

Wir müssen uns auf unsere gemeinsamen Werte besinnen wie auf den Grundsatz der Unschuldsvermutung vor einem rechtskräftigen Urteil. Den lassen Linke nämlich für den US-amerikanischen Juristen Brett Kavanaugh nicht gelten. Ach, versöhnliche Wochenschau, versöhnlich, in Ordnung!

Gemeinsame Werte wie die Unabhängigkeit der Wissenschaft. Der linksgrüne Historikertag hat sie nämlich hinter sich gelassen und Parteitag gespielt…

Na gut. Dann wird es eben keine versöhnliche Wochenschau. Weiterlesen

Die fette Prinzessin und die vergebliche Sahnetorte

Ich habe wieder ein satirisches Märchen geschrieben. Es geht diesmal um den aktuellen Ernährungswahn. Was sollen wir essen, wie sollen wir aussehen und wo ist mein Ernährungsberater? Ich rate davon ab, beim Lesen etwas Süßes und Fettes zu verzehren, wenn ihr es nicht vor Lachen ausspucken wollt…

Die fette Prinzessin und die vergebliche Sahnetorte

Es war einmal in einem fernen Königreich. Unsere Geschichte handelt zu einer Zeit, als die Menschen noch nicht wussten, dass man nicht fett sein darf. Prinzessin Cuisine schaute aus dem Fenster ihres Gemachs in Schloss Avantgarde. Draußen jubelten ihr die Handwerker und Bauern zu und manche schnäuzten sich dabei die Nase, um zum Ausdruck zu bringen, dass sie längst nicht die vorbildlichen Sitten der Prinzessin erlernt hatten und mit ihrem niedrigeren Stand überaus zufrieden waren. Weiterlesen

Wahnsinn der Woche

Die Welt ist verrückt und ich schlage so lange auf sie ein, bis sie vernünftig wird. Das beschreibt ungefähr das Projekt der Aufklärung à la Feuerbringer. In der neuen Reihe „Wahnsinn der Woche“ sammle ich die treffendsten Tweets der Woche, die einerseits den aktuellen Wahnsinn aufzeigen und andererseits argumentativ und oftmals amüsant auf ihn eindreschen. Diesmal geht es um den Hambacher Forst, Maaßen, Jens Spahn, Mietpreisbremse und mehr. Weiterlesen

Wenn der Verfassungsschutz die Medien zur Objektivität ermahnen muss

…dan leben wir im Deutschland des Jahres 2018. Das Wortprotokoll zur 21. Sitzung des Innenausschutzes des deutschen Bundestags gibt Auskunft über eine Beurteilung des Verfassungsschutzes, die im Streit über seinen Ex-Präsidenten Hans Georg Maaßen untergegangen ist. Maaßen selbst kritisierte als Verfassungsschutzpräsident in jener Sitzung einflussreiche Medien für ihre mangelnde Objektivität. Bevor ich hier etwas falsch zusammenfasse, wie es Buzzfeed in der Einleitung zum dort veröffentlichten Wortprotokoll getan hat, lasse ich Maaßen selbst zu Wort kommen:

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Screenshot 21. Sitzungsprotokoll des Innenausschusses des Deutschen Bundestags, veröffentlicht von Buzzfeed. Markierung von Andreas Müller.

Im weiteren Verlauf führt der Verfassungsschutzpräsident seine Medienkritik weiter aus. Ich empfehle, auch diesen Teil des Protokolls zu lesen:

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Buzzfeed behauptete derweil in der Einleitung: „Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen kann in seinem Verhalten und seinen Äußerungen zu den Vorfällen in Chemnitz keine Fehler erkennen.“ Wie jedoch aus dem von Buzzfeed veröffentlichten Protokoll hervorgeht, ist genau das eben nicht der Fall:

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Screenshot 21. Sitzungsprotokoll des Innenausschusses des Deutschen Bundestags, veröffentlicht von Buzzfeed. Markierung von Andreas Müller.

Feuerbringer ist zurück

Das Feuerbringer-Magazin ist wieder online. Wie es aussieht, war es im Grunde schon DSGVO-konform. Ich habe sicherheitshalber noch ein paar Kleinigkeiten angepasst. Da es sich um meinen unkommerziellen Privatblog handelt, es keinen Kommentarbereich gibt und mich die Daten von irgendwem nicht interessieren, sollte das in Ordnung gehen.

Es gibt verschiedene weitere Gründe, warum ich so lange den Kopf in den Sand gesteckt habe. Ich habe zunächst viel beruflich zu tun und mit meinem Studium beim Ayn Rand Institute. Dieses habe ich erst einmal ein Semester unterbrochen, damit mir der Kopf nicht explodiert. Ein weiterer Grund ist das unterirdische intellektuelle Niveau, das wir inzwischen in diesem Land erreicht haben. Ich bin mir nicht mehr sicher, mit wem ich hier eigentlich kommuniziere und was die Leser verstehen, wenn ich Wörter in die Tastatur tippe.

Wenn ein Land zu einer Sekte wird

Es gibt immer mehr Menschen, die Andersdenkende jeglicher Art sofort in eine Kategorie des Bösen (wie „Nazi“, „Sexist“, „Nationalist“, „Kommunist“) stecken und leider auch verstärkt in der politischen Mitte. Rationale Diskussionen werden so unmöglich gemacht. Wenn ich zum Beispiel gegen Tierrechte argumentiere, gelte ich nicht mehr als kluger Denker, der sich gut über ein Thema informiert hat, sondern als reaktionärer Tier-Hasser ohne Empathie und wenn ich die Flüchtlingspolitik ausgewogen kommentiere, gelte ich abwechselnd als liberaler Traumtänzer und als erbarmungsloser Nationalist.

Andererseits habe ich schon immer in der Tradition der Aufklärung gegen die Dummheit und den Wahnsinn angeschrieben. Und wenn Dummheit und Wahnsinn in einer Kultur die Überhand gewinnen, dann wird die philosophische Aufklärung umso mehr gebraucht. Und vielleicht gerade auch mein Beitrag als kompromissloser Aufklärer, der das jüngste Gericht auf den ganzen Irrsinn herabregnen lässt. „Wir schlagen Dir die Wahrheit wie eine Faust ins Gesicht“, wie es meine Lieblingsband OHL ausdrückt.

Wer sich in meinen schweigsamen und entmutigten Phasen, die leider gelegentlich wieder anstehen dürften, für Lesefutter interessiert, dem seien auch diese Publikationen empfohlen:

Novo

Neue Zürcher Zeitung

Jüdische Rundschau

The Objective Standard

New Ideal

Die Sache mit der Zugriffserlaubnis…

Nachdem ich das Feuerbringer-Magazin auf „privat“ gestellt hatte, erhielt ich einige Anfragen von Lesern, die gerne Zugriff auf den privaten Blog erhalten möchten. Diesen will ich lieber nicht gewähren und es bringt Euch auch nichts. Ich habe den Blog wegen der DSVGO auf „privat“ gestellt (und werde das bald erneut) und somit de facto für alle Leser außer mir selbst vom Netz genommen. Ich werde keine Beiträge mehr schreiben, solange er auf „privat“ gestellt ist, ich möchte lediglich selbst gerne weiterhin Zugriff auf meine Texte haben.

Es ist ein Relaunch des Feuerbringer-Magazins geplant, allerdings warte ich, bis über die Bedeutung der DSVGO für Blogger Rechtssicherheit besteht. Ich weiß, dass einige behaupten, das Gesetz würde lediglich ohnehin bestehende deutsche Regelungen EU-weit einführen, aber das ist nicht mein Wissensstand. Soweit ich sehe, müsste ich recht viel am WordPress-System verändern. Ich werde die Lage beobachten und sehen, in welcher Form Feuerbringer zurückkehrt. Wahrscheinlich als Website für die bloße Lektüre ohne interaktive Elemente.

Das vorübergehende Ende des FB-Magazins sehe ich nicht als großes Drama an, da ich ohnehin aktuell nur selten zum Schreiben komme. Das sollte sich nach dem Ende meines Studiums beim Ayn Rand Institute ändern. Bis dahin empfehle ich, für Updates meine Social-Media-Aktivitäten auf Euren bevorzugten Channels zu verfolgen, insbesondere Twitter, Facebook und YouTube:

Haben Antisemitismus und Sozialismus dieselbe Ursache?

Das Ende naht. Das Feuerbringer-Magazin wird Ende April nicht mehr verfügbar sein. Mir ist allerdings ein Zusammenhang aufgefallen, den ich vorher noch meinen Lesern mitteilen möchte. Vielleicht ist es besser, Feuerbringer mit einem Knall zu schließen oder das Magazin genüsslich abzubrennen als es einfach aus dem Netz zu nehmen. Ich habe lange herumgerätselt, was die Ursache des Antisemitismus sein könnte und warum Menschen heute noch den Sozialismus vertreten, ob in seiner nationalen oder in seiner internationalen Variante. Schließlich sind diese Ideengebäude durch die Faktenlage und durch die historische Erfahrung vollkommen diskreditiert.

Es kann eigentlich nur einen irrationalen Grund dafür geben, der sich durch Fakten nicht beeindrucken lässt. Weiterlesen