Was ist unsere Verantwortung als Konsument?

Man kann kein Hemd mehr kaufen, ohne an Kinderarbeit zu denken. Schweine leiden in der Massentierhaltung für das Bratwurstbrötchen und für den Anbau von Kaffee und Schokolade verdienen Bauern nur ein paar Euro pro Tag. Aus tausend Fairness- und Nachhaltigkeitssiegeln wird keiner mehr schlau. Was sollen wir überhaupt machen?

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Tierschutz: Was kann man ändern – und was nicht?

Mit meinem Beitrag „Vegetarier & Veganer: Unausweichlich inkonsequent“ war jeder unzufrieden. Selbst Veganer profitieren vom Tierleid, heißt es. Sollen wir es dann bleiben lassen? Sollen wir uns von Licht ernähren, wenn Tiere selbst für den Gemüseanbau leiden?

Ihr kennt wahrscheinlich das Gelassenheitsgebet des Theologen Reinhold Niebuhr. Ein Auszug:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Reinhold Niebuhr: Gelassenheitsgebet

So geht es weiter:

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Sollen wir uns von Licht ernähren?

Eine Replik, die ich auf meinen Beitrag „Vegetarier & Veganer: Unausweichlich inkonsequent“ erhielt, war die Anmerkung: „Ein Plädoyer für Lichtnahrung?“. Auch wenn ich spontan dachte, dass die Anmerkung keinen inhaltlichen Bezug zu meinem Beitrag aufweist, scheint diese Frage mindestens zwei meiner Leserinnen und Leser umzutreiben.

Also antworte ich gerne darauf: Nein. Wir sollen uns nicht von Licht ernähren. (Update: Manche Leser erwarten offenbar eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der esoterischen Idee der Lichtnahrung. Ich empfehle dazu den Beitrag von Psiram. Der Kommentator wollte mit der Polemik nur schnell den Vegetarismus abtun. Natürlich ist Lichtnahrung gesundheitsgefährdender Unsinn, was sonst?).

Wir sollten zur Minderung von Tierleid beitragen. Übrigens auch zur Minderung von menschlichem Leid und zum Klimaschutz. Wir sollten billige Ausflüchte vermeiden, um uns vor dieser Verantwortung zu drücken. Und wir sollten Beiträge lesen, bevor wir sie kommentieren.

Viele wissen es nicht, aber im 19. Jahrhundert war der Typ, der diesen Kommentar verfasste, ein Sklavenhalter in den amerikanischen Südstaaten. Ich wies ihn damals darauf hin, dass die Sklaven unter ihrer Situation leiden, wie er darunter leiden würde.

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Vegetarier & Veganer: Unausweichlich inkonsequent

Wusstet ihr, dass für die Produktion von Gemüse Tiere sterben? Inzwischen ist vielen Menschen bekannt, dass Tierprodukte auch in Alltagsgegenständen wie Smartphones und Laptops stecken, als mysteriöse Zusatzstoffe in Fertignahrung und in Medizin. Aus Schwein und Rind werden um die 200 verschiedene Produkte hergestellt.

Ethische Vegetarier wie ich sind zusätzlich inkonsequent, da wir Eier und Milch konsumieren. Doch selbst für die Produktion rein veganer Nahrung müssen Tiere leiden. Auf diese Arten profitieren auch Vegetarier und Veganer vom Tierleid (kleiner Auszug):

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Baut euch kein Internet-Weltbild zusammen

Lest immer auch (populär-)wissenschaftliche Mainstream-Literatur. Schaut euch nie nur YouTube-Videos, Internet-Artikel und weltanschaulich geprägte Bücher an. Das ist eine richtig schlechte Idee, denn im Internet wollen euch viele Leute irreführen oder sie haben sich selbst irregeführt und geben es an andere weiter. (Ja, lest auch wissenschaftliche Literatur und vergleicht es mit dem, was ich sage. Das macht mir keine Sorgen, das würde mich sehr freuen).

Das verdeutlicht aus meiner Sicht aktuell der Fall des einstmals atheistischen Biologen Günter Bechly, der im Darwin-Jahr 2009 die größte Evolutionsausstellung Deutschlands organisierte, Der Fluss des Lebens. Daran erinnere ich mich, weil ich damals die Darwin-Jahr-Website für die Giordano Bruno Stiftung redaktionell betreut hatte. Und jetzt vertritt Bechly Intelligent Design.

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Wir sollten Christen & Konservative nicht diskriminieren

Mehrere Studien haben mich die letzten Monate schockiert. So wurde festgestellt, dass viele atheistische Akademiker in den USA Vorurteile gegenüber christlichen Kolleginnen und Kollegen haben und sie teils diskriminieren. Sie halten die Christen für dumm, dogmatisch und ungeeignet für akademische Posten. Unter hiesigen atheistischen Akademikern habe ich solche Auffassungen auch schon gehört.

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Warum noch Eier & Milch?

Wenn mir das Tierwohl so am Herzen liegt, warum esse ich dann noch Eier und trinke Milch? Warum bin ich Vegetarier und kein Veganer? Nun, im Kern darum, weil Eier und Milch wichtige Nährstoffe enthalten, die mir sonst fehlen würden. Ich bin nicht davon überzeugt, dass sie sich ohne Einbußen für die Gesundheit ersetzen lassen. Allerdings achte ich sehr darauf, dass bei der Produktion von meinen Eiern und Milch die höchsten Tierwohlstandards beachtet werden. Und ich meine die höchsten.

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Der Psiram macht sich über mich lustig!

Ja ,ja ja!

Darauf haben se nur gewartet, die ollen Skeptiker.

Vom Krawallatheisten, von der Taliban der Aufklärung, vom Häretiker unter den Ketzern zum lahmen Vernunftlamm! Jetzt bin ich nur noch … die Knutschkugel der Aufklärung.

Aber hey, meine kuriose neue Philosophie teilt auch kaum jemand. Also bin ich weiterhin … ein richtig cooler Selberdenker. 👉😎

Reduktio! Was soll das alles bedeuten?

Mein Gehirn ist geröstet. Ein paar Tage oder Jahrzehnte Rehaklinik klingen nach einem guten Anfang, um meinen Geist zu erholen. Nach meinem Abschied von Ayn Rands Philosophie „Objektivismus“ sind einige ältere, teils noch grundlegendere Teile meine Weltbilds weggebrochen. Weil ich aktiv nach Widerlegungen gesucht und sie gefunden habe. Kommt davon. Zum Glück konnte ich manche ersetzen, weil mich gute Argumente verschiedener Denker zu neuen Auffassungen geführt haben.

Trotzdem: Ich glaube nicht, dass allzu oft jemand in so kurzer Zeit sein Weltbild so grundlegend verändert hat. Zumindest nicht auf rein philosophischer Grundlage. Es ist auch ein einschneidendes Erlebnis, wenn sich herausstellt, dass die Ehefrau jahrelang fremdgegangen ist. Bei mir hat sich sozusagen die Ehefrau als Außerirdische erwiesen. Und er ist jahrelang fremdgegangen. Mit meiner Lieblingskatze.

Nun sollte ich näher erklären, was es mit diesen neuen Überzeugungen auf sich hat. Was bedeutet all das, was ich in „Dafür stehe ich“ geschrieben habe?

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