Ein nutzloser Zeitvertreib?

Philosophie sei ein nutzloser Zeitvertreib, etwa auf einer Ebene mit dem Besuch moderner Kunstgalerien. Das scheint die Meinung der meisten Menschen im Westen zu sein. Trotzdem genießt sie eine gewisse Achtung unter Mitgliedern gehobener Bildungsschichten, weil Philosophie ihnen eine Möglichkeit bietet, kostengünstig anzugeben und an die Mädels heranzukommen. Zugleich wundern sich die Menschen über mangelnde Orientierung in ihrem Leben und über die allgemeine Irrationalität und Oberflächlichkeit ihrer Gesellschaft. Nun hängt die Verachtung der Philosophie, nicht zuletzt seitens vieler ihrer angeblichen Anhänger, durchaus mit den genannten Problemen zusammen. Weiterlesen

Gedankenverbrechen in Norwegen

Wie in Die Realität ist geschmacklos angemerkt, sollten die Meinungen des Massenmörders Anders Breivik keine Rolle spielen für das Strafmaß. Dieses sollte fernerhin nicht auf 21 Jahre Haft beschränkt sein, wie es alle realistischen Szenarien besagen, sondern Breivik sollte, nachdem seine Schuld nach objektiven Kriterien bestätigt wurde, entweder lebenslang ins Gefängnis kommen – unter weniger luxuriösen Bedingungen als heute – oder man sollte ihn zum Tode verurteilen. Nur diese beiden Strafen wären nach meinem Dafürhalten der Ermordung von 77 Menschen angemessen. Natürlich wird nichts dergleichen geschehen. Weiterlesen

Westen mag Israel noch immer nicht

In seinem Artikel Poll: Israel as Unpopular as Terror States Iran, North Korea stellt Bruce Brawer die Ergebnisse einer neuen internationalen Umfrage von BBC und Globescan vor.

Bei der Befragung von Bürgern der USA, Kanada, Mexico, Chile, Peru, Brazilien, England, Deutschland, Spanien, Frankreich, Russland, China, Japan, Südkorea, Indien, Pakistan, Australien, Indonesien, Kenia und Nigeria stellte sich heraus, dass insgesamt nur 21% der Bürger dieser Staaten ein positives Bild von Israel hatten, während das einzige westliche Land mit einer Mehrheit an Israel-Unterstützern die USA gewesen ist.

Die am wenigsten beliebten Länder waren für die Bevölkerungen der befragten Nationen Pakistan, Iran, Nordkorea und Israel.

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Fühlt er doch?

Beinahe hätte man Anders Breivik aus der Spezies Homo sapiens ausgeschlossen. Der Grund: Er fühlte nichts und wenn, dann nichts Gescheites (etwa Freude über sein YouTube-Video über die Tempelritter mit Conan-Musik).

Doch jetzt hat er erstmals etwas Anständiges gefühlt, was dem Focus sogleich eine Schlagzeile wert war: Breivik zeigt Gefühle. Weiterlesen

And the Winner is…

…“Griechisch“. Mit 71% Zustimmung eindeutig der beste Entwurf für mein kommendes Buch Der Westen. Ein Nachruf. Jetzt muss ich es nur noch fertig schreiben und der Designer Daniel Focke den Entwurf in ein finales Cover verwandeln…

Zehn Gründe, die UN zu verbieten

…ist ein neues Pamphlet vom David Horowitz Freedom Centre. Hier gibt es das Video dazu:

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=ctCZ1LQO4Lw[/tube]

Und hier das Pamphlet für 89 Cent:

http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=feuerbringer-21&o=3&p=8&l=as1&asins=B005QQM3QW&ref=qf_sp_asin_til&fc1=000000&IS2=1&lt1=_blank&m=amazon&lc1=971919&bc1=000000&bg1=F2E2C1&f=ifr

Wenn jemand Zeit hat, es zu lesen, kann er mir vielleicht welche davon abgeben – oder eine Rezension fürs Feuerbringer-Magazin schreiben. Das wäre schön.

Ist Skeptizismus angemessen?

Skeptizismus in Bezug auf was?

Genau!

Der objektivistische Philosoph Alexander R. Cohen argumentiert in dem Vortrag, der am Ende dieses Beitrags eingebaut ist, gegen den radikalen und gegen den allgemeinen Skeptizismus. Wir sollten demnach skeptisch sein, wenn wir gute Gründe dafür haben, skeptisch zu sein, was vom konkreten Fall abhängt. Es gibt keinen Grund, generell skeptisch zu sein, etwa über die Existenz der Realität als solche oder über alles. Weiterlesen

Die Realität ist geschmacklos

Wenig überraschend fanden einige Leser die beiden Beiträge über die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Anders Breivik als zu provokativ oder als geschmacklos. Auch konnten manche Satire und Realität schwer voneinander unterscheiden. Angesichts der Irrationalität des Breivik-Diskurses ist das auch schwierig – und genau das ist der Punkt. Weiterlesen

Breiviks Toupé

Wie einst Gerhard Schröder muss sich nun der norwegische Attentäter Anders Breivik den Vorwurf gefallen lassen, seine wenigen Haare wären nicht echt. „Skandal: Breivik trägt Toupé!“ titelte am Sonntag die Bild-Zeitung. Der Massenmörder, der bei der jüngsten Gerichtsanhörung gefühlskalt über die Exekution von Jugendlichen in einem Zeltlager sprach, wollte sich nicht zu diesem sensiblen Thema äußern.

Derweil reißt die Debatte über die Frage nicht ab, warum er es getan hat? War es die Schuld von Computerspielen oder die von deutschen Schützenvereinen?  Und wie kann man solche Attentate verhindern? Sind pazifistische Volkslieder eine effektive Strategie? Oder wird moderne Kunst helfen?

Vielleicht führten auch pazifistische Volkslieder und moderne Kunst zum Attentat, während Computerspiele und privater Schusswaffenbesitz es hätten verhindern können? Weiterlesen

Darf eine Mutter ihr ungeborenes Kind verletzen?

In einem der neuen Beiträge in der Neuauflage von Ist der Wald endlich tot? namens Der wahre Lebensschutz argumentiere ich, dass „Pro Choice“ eigentlich „Pro Life“ ist. Demnach haben ungeborene Kinder keine Rechte und deren rechtlicher Schutz hängt von den Rechten der Mutter ab. Wie Tierrechte mit Menschenrechten logisch unvereinbar sind, so sind auch Rechte von Embryos und Föten mit diesen unvereinbar. Genaueres erfahrt ihr, wie gesagt, im genannten Beitrag.

Nun hat mir ein Leser jedoch eine sehr interessante Frage gestellt: Wenn ein ungeborenes Kind keine Rechte hat, darf eine Mutter dann dieses Kind absichtlich schädigen (etwa durch rücksichtslosen Alkohol- oder anderweitigen Drogenkonsum), um es dann gegebenenfalls behindert auf die Welt zu bringen? Weiterlesen

Abstimmung: Coverentwurf für Der Westen. Ein Nachruf?

Für mein nächstes Buch, das monumentale (bislang 350 Seiten) Der Westen. Ein Nachruf wird diesmal ein anderer Designer das Cover übernehmen, nämlich Daniel Focke – und danke an Arik Platzek für die Vermittlung! Er hat eine ganze Reihe von großartigen Entwürfen (Entwürfe sind noch nicht die fertigen Cover, sondern Richtlinien zur Ausgestaltung) im Angebot und ihr dürft rechts auf dem Blog (auf dem Poll-Widget, rechte Spalte) abstimmen, welches euch am besten gefällt! Die Bezeichnungen sind von mir, darum erscheinen sie manchmal so unpassend:

1. Düster

2. Blauer Stern 

3. Höllisch

4. Grabstein

5. Aufgeklebt

6. Griechisch

Atombefürworter leben gefährlich

Eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen plant das italienische Innenministerium, nachdem die Untergrundorganisation „Informelle Anarchistische Föderation“ (FAI) sich zum Attentat auf den Geschäftsführer der Atomfirma Ansaldo Nucleare, Roberto Adinolfi, bekannt hat. Dieser war am Montag in Genua auf offener Straße angeschossen worden.

[…]

Im Flugblatt wurde Adinolfi beschuldigt, in Interviews die umweltbelastenden Auswirkungen der Atomenergie und das Ausmaß der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima heruntergespielt zu haben. Der Manager wurde als „Atomhexer“ angeprangert.

Es war natürlich nur Spaß, als ich mich für die Atomkraft ausgesprochen habe. So ähnlich wie das, was ich über den Islam gesagt habe. Ha, ha! Wir sind doch alle Freunde, oder? Kein Grund für überbordende Aggressionen. Nicht, dass ich jemandem Aggressionen vorwerfen würde, oh nein! Schon gar nicht überbordende.

Die Sache mit den physikalischen Fakten über Atomenergie – das mit der Realität ist eben so eine Sache. Man wird jenen ein Mitspracherecht einräumen müssen, die ihre Meinungen mit Schusswaffen erläutern. Das sind gewichtige, manchmal tödliche Argumente.

Und Fukushima, das war die totale Vollkatastrophe, da habe ich stets nur ironisch von Panikmache gesprochen. In Wirklichkeit ist das alles ein richtig ernstes, brutal aufrichtiges und aufrichtig brutales Anliegen, was die Atomgegner da haben. Mea culpa.

Quelle: Wiener Zeitung

Das Paradoxon des linken Aufklärers

Einerseits will ich hier nicht den Eindruck erwecken, nun ebenfalls rumzusektierern, andererseits erscheint mir das linke Aufklärertum aus philosophisch-ideenhistorischer Sicht eine Obskurität zu sein. Werfen wir mal einen Blick auf die weithin akzeptierte Definition von „Aufklärung“, die Immanuel Kant einst in seiner berühmten Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung niederschrieb: Weiterlesen

Linke Zombies finden neues Opfer

Warum „linke Zombies“? Weil der Marxismus als Ideologie eigentlich tot ist oder sein sollte; siehe die Folgen seiner Implementierung in Sowjetrussland, China, Nordkorea, etc. Inzwischen torkelt er auf Friedhöfen und philosophischen Fakultäten herum und rächt sich für seine Selbstzerstörung an nichtsahnenden Studenten der Geisteswissenschaften, indem er ihre Gehirne auffrisst.

Warum tut er das? Im Zombiefilm Return of the Living Dead 2 drückt es ein Untoter wie folgt aus: „Wegen dem Schmerz!“ Welcher Schmerz? „Der Schmerz, tot zu sein!“

Das neueste Opfer der linken Zombies (es gibt auch rechte Zombies, aber um die geht es hier nicht) ist die amerikanische Journalistin Naomi Schaefer Riley, denn als Journalist ist man entweder links oder man riskiert die Verspeisung des eigenen Gehirns. Weiterlesen