Glory Hallelujah

Ja, das NOFX-Konzert am letzten Donnerstag hat mich zu einem Häufchen Elend reduziert. Im Anschluss bin ich ein paar Minuten lang orientierungslos durch die Gegend getaumelt, weil der Lärm effektiver das Gleichgewichtssystem beeinträchtigt hat als der Alkohol – kann natürlich auch beides gewesen sein.

Aber sie haben ein großartiges, neues Anti-Gott-Lied gespielt, was alles Leid aufgewogen hat. Weiterlesen

Sam Harris und der Objektivismus

Der Philosoph Sam Harris ist der populärste lebende Verteidiger des ethischen Realismus, der besagt, dass die Ethik aus der Natur abgeleitet werden kann. Über ihn bin ich beim Objektivismus von Ayn Rand gelandet. Der Unterschied ist folgender:

Sam Harris: Ziel der Ethik ist die Maximierung des Wohlbefindens bewusster Lebewesen.

Ayn Rand: Ziel der Ethik ist das individuelle Anstreben eines glücklichen Lebens als Mensch.

Letzten Endes lässt sich nicht philosophisch rechtfertigen, von Individuen zu verlangen, dass sie das Glück von allen bewussten Lebewesen anstreben sollen, darum halte ich Ayn Rands Ausgangsbasis für überzeugender.

Auf jeden Fall ist Sam Harris in einem neuen Blogbeitrag auf den Objektivismus eingegangen. Weiterlesen

Coming Soon: Neues Buch

Ich habe mich dazu entschlossen, die Zeit nach meinem Universitätsabschluss meinen offenen Buchprojekten zu widmen. Andere verreisen derweil für ein paar Monate in die Karibik, aber das mache ich erst, sobald ich ein mächtiger Pirat namens Guybrush Threepwood bin. Mehrere Projekte liegen seit einer Weile auf Eis und ich habe sie endlich aus dem Gefrierschrank geholt.

Ihr könnt mir in zwei Punkten via „Umfrage ausfüllen“ oder Kommentar helfen, indem ihr mir sagt, was ihr euch wünscht. Weiterlesen

arte für die Sau

Es ist einerseits schade, dass sich nur wenige Menschen für Kunst und Philosophie interessieren. Andererseits kann ich es gut verstehen, wenn man bedenkt, was für ein kranker Rotz der Öffentlichkeit als „Kunst“ und „Philosophie“ präsentiert wird.

Arte gilt als der Kultursender schlechthin. Wer sich auf die eigene kulturelle Überlegenheit einen runterholen will, muss unbedingt arte schauen, oder sich von der Blue Man Group Torten ins Gesicht werfen lassen. Habe ich im Prinzip nichts dagegen, aber dass quasi alle Bürger dafür Gebühren zahlen müssen (oder dass irgendwer irgendwelche Gebühren zahlen muss, wenn er die angebotenen Leistungen gar nicht nutzen möchte) ist eine Perversion. Weiterlesen

Marx‘ Manifest: 150 Jahre des Bösen (1)

"Leben... Freiheit... und das Streben nach Steuereinnahmen" (coxandforkum.com)

"Leben... Freiheit... und das Streben nach Steuereinnahmen" (coxandforkum.com)

Eigentlich sind es schon 163 Jahre, seit Karl Marx‘ Kommunistisches Manifest erschienen ist, aber zum 150-jährigen Geburtstag des Manifests hat der amerikanische Intellektuelle David Horowitz eine der überzeugendsten Kritiken am Manifest veröffentlicht.

Zunächst meine psychologische Interpretation:

Der Marxismus ist nicht einfach ein willkürlich arrangiertes Ideenbündel, sondern – ähnlich wie der radikale Islam – ein möglicher Ausdruck einer bestimmten psychischen Verfassung.

Der Glaube, unsere Schicksale wären durch unsere soziale Herkunft vorherbestimmt, ist der Glaube, dass ein Individuum keine freien Entscheidungen treffen kann, dass ein Individuum nichts tun kann, um sein Leben zu verändern. Dieser Fatalismus, diese Schicksalsergebenheit, führt zum Nihilismus, zur Ablehnung von allem, was existiert. Sie führt zu einer Sehnsucht nach einer ständischen Gesellschaftsordnung, wo die Unabänderlichkeit des gesellschaftlichen Standes als Normalität galt und Würde verlieh, anstatt die eigene Antriebslosigkeit zu verurteilen. Sie führt letzten Endes zur Verehrung des Gegenteils der Existenz des Menschen als Menschen, als produktives Lebewesen, zur Verehrung des Todes.

War Karl Marx am Ende ein Nihilist, der den Tod verehrte, aber der das tödliche Gift in einem wohlschmeckenden Cocktail verrührte, den Intellektuelle heute noch immer gerne trinken?

Intellektuelle sorgen für die ewige Wiederkehr des Marxismus in Form von ethischem Relativismus, von radikalem Tier-, Klima- und Umweltschutz, in Form von Frauenquoten, Wohlfahrtsstaat, Appeasement gegenüber Tyrannen, Solidarität mit Terroristen. All dies sind Formen des Hasses; Hass auf die Natur der Dinge im Allgemeinen und auf die Natur des Menschen im Besonderen. Die bürgerliche Gesellschaft muss gerade darum zerstört werden, weil sie das Beste im Menschen hervorbringt und wer den Menschen hasst, der hasst nichts so sehr wie das, was ihn als Menschen besonders herausstellt.

Bilden Sie sich selbst ein Urteil. Es folgt meine Übersetzung eines ersten Auszugs aus David Horowitz: Marx‘ Manifest: 150 Jahre des Bösen:

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