Argumentum ad baculum

Kommentar Abtreibung (Eigener Screenshot)

Bezieht sich auf meinen Artikel: Abtreibung ist ein Recht

Pro Lifer befinden sich in derselben Kategorie wie Ökologen. Während Ökologen die nicht-menschliche Natur höher werten als den Menschen, so werten Pro-Lifer das Leben von potenziellen Menschen höher als das Leben von tatsächlichen Menschen. Da bleibe ich lieber Humanist. Und werte das Leben von tatsächlichen Menschen höher als alles andere.

Wie Ayn Rand schon sagte: „Ich kann mir den dafür nötigen Grad des Hasses nicht vorstellen, der Frauen in Kreuzzügen gegen Abtreibung herumlaufen lässt. Es ist jedenfalls Hass, den sie ausstrahlen, nicht Liebe für die Embryos, was ein Haufen Blödsinn ist, den niemand erfahren kann, sondern Hass, ein virulenter Hass auf ein namensloses Objekt. An der Intensität des Hasses jener Frauen gemessen würde ich sagen, dass es um ihr Selbstvertrauen geht und dass ihre Furcht metaphysisch ist. Ihr Hass richtet sich gegen menschliche Wesen als solche, gegen den Verstand, gegen die Vernunft, gegen Ehrgeiz, gegen Erfolg, gegen Liebe, gegen irgendeinen Wert, der dem menschlichen Leben Glück beschert. Passend zur Unehrlichkeit, die das intellektuelle Gebiet dieser Tage dominiert, nennen sie sich „Pro-Life““

Abtreibung ist ein Recht

Roger Köppel möchte Liberale im aktuellen Weltwoche-Editorial überzeugen, dass Abtreibung ihren Prinzipien widerspreche. Ich wurde als liberaler Denker von Stefan Millius darum gebeten, auf Herrn Köppels Argumente einzugehen und meine Position zur Abtreibung darzulegen. Das werde ich nunmehr tun. Eine Replik. Weiterlesen

Vorlesung: Die objektivistische Metaphysik (Video)

Nach dem Clip über die objektivistische Ästhetik ist nun der erste „echte“ Teil meiner Vorlesungsreihe über Ayn Rands Philosophie fertig:

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=-9E75TSbpsQ[/tube]

Link zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=-9E75TSbpsQ

Ich empfehle „HD“-Auflösung, dann könnt ihr die Schrift besser lesen.

Fast 40 Minuten lang geht es um die grundlegende Beschaffenheit des Universums. Ist der Wille frei? Ist unser Leben vorherbestimmt? Gibt es einen Gott? Diese Fragen werden ebenso behandelt wie eher „technische“ Fragen, darunter „Ist Induktion möglich?“. Erstaunlicherweise wird ja selbst das bezweifelt. Wie ich im Video erkläre, hätte eine mangelnde Validität der induktiven Methode verhängnisvolle Auswirkungen auf die naturwissenschaftliche Forschung. Wobei Forscher nun umgekehrt sagen könnten, dass sie nun aber offensichtlich Recht haben und sich also die Philosophen irren müssen. Was ich im Grunde ebenfalls sage. Nur irren sich immerhin nicht alle Philosophen.

So könnt ihr mithelfen:

1. Wenn ihr das Video gut findet, dann bewertet es bitte mit „Daumen hoch“ und teilt es auf Facebook, Twitter und co.

2. Wenn ihr die Vorlesungsreihe unterstützen möchtet, könnt ihr mir via PayPal (terry_rotter(at)arcor.de) eine Spende schicken.

3. Ihr könnt euch einen guten Titel für die Reihe überlegen, falls euch „Ayn Rands Objektivismus“ nicht zusagen sollte.

Es handelt sich bei diesem und den kommenden Videos um die erste deutsche Vorlesungsreihe über den Objektivismus. Das muss man sich einmal vorstellen, wenn man bedenkt, wie viel Häme Mrs. Rand auch hierzulande hat einstecken müssen für ihre Ideen – die kaum jemand in Deutschland kennen oder beurteilen konnte, denn fast alle ihrer Bücher gibt es nur auf Englisch. Darunter ihr philosophisches Gesamtwerk (!) – nur einige Romane wurden übersetzt. Nun, als überzeugter Elitist bin ich der Aufassung, dass man etwas, das man kritisiert, zunächst kennen sollte.

Unter anderem aus diesem Grund investiere ich meine Zeit in diese Vorlesungen, die es alle natürlich gratis geben wird. Außerdem möchte ich der Nachwelt etwas Wertvolles hinterlassen. Und da ich mich bereits gegen eine Organspende entschieden habe (ich behalte sie, bis der Staat anerkennt, dass meine Organe mein Eigentum sind und ich sie darum verkaufen darf) – warum nicht einige Vorlesungen, die in Deutschland nur wenige Menschen überhaupt halten könnten (weil es kaum Objektivisten gibt, geschweige denn solche mit genügend Detailwissen)? Und die ich für sehr wichtig erachte, denn Deutschland könnte mehr Vernunft gebrauchen. Und eine Orientierung an rationalen Werten – im Unterschied zum reinen Pragmatismus, der viel weniger praktisch ist, als er glaubt.

Sind die Grünen die neuen Liberalen?

„Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte.“ (Faust 1, Johann Wolfgang von Goethe)

Mit der „Weimarer Erklärung“ erklären sich die Grünen zu den neuen Liberalen. Wenn wir schon beim Thema sind: Wusstet ihr, dass in San Francisco jährlich die Saint Stupid’s Day Parade stattfindet?

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=8KZ3ENOy6qA[/tube]

Die Grünen beschweren sich in ihrer Erklärung unter anderem, dass dank der Energiewende mehr Kohlekraft eingesetzt wird und die CO2-Bilanz des Landes darum weniger rosig aussieht. Nun, das wäre uns mit mehr Atomenergie nicht passiert, oder? Weiterlesen

Lob des Massenelends

SPD-Werbeplakat in Würzburg (Foto: Andreas Müller)

„Papst Franziskus, seine Kapitalismuskritik und die SPD“. SPD-Werbeplakat in Würzburg (Foto: Andreas Müller)

Schlaues Werbeplakat. Es vereint den beliebten neuen Papst mit der beliebten alten Kapitalismuskritik und der SPD. Für mich klingt der Spruch wie, „Papst Franziskus, sein Lob des Massenelends & die SPD“. Wenn man bedenkt, dass der Kapitalismus jeder Gesellschaft, die ihn einführte, einen massiven Wohlstandszuwachs bescherte und dass es gerade die Ablehnung des Kapitalismus ist, die Gesellschaften verarmen lässt, steht im Grunde bereits Selbiges auf dem Plakat.

Bevor andere Menschen die Welt so wahrnehmen wie ich, werden sich Tiger in Kaffeetassen tummeln. Wobei, man weiß ja nie…

Ein Tiger in meinem Kaffee (Foto: Andreas Müller)

Ein Tiger in meinem Kaffee (Foto: Andreas Müller)

Kapitalismus: Gesundheit und sozial Schwache

Ich wurde schon von mehreren Lesern gebeten, die Themen „Gesundheitsfürsorge“ und „sozial Schwache“ in Bezug auf den Laissez-faire-Kapitalismus zu behandeln. Die objektivistische Literatur zum Thema ist an die amerikanische Situation angepasst. Die Prinzipien lassen sich zwar übertragen, aber für einen detaillierten Artikel müsste ich ein Expertenwissen über das deutsche Gesundheitssystem mein Eigen nennen können und da stoße ich an meine Grenzen. Stattdessen möchte ich einige Gedanken und Literaturtipps präsentieren, um die grundsätzlichen Ideen und Zusammenhänge aufzuzeigen.

Wie, so lautet die Frage, wäre im Laissez-faire-Kapitalismus für Geringverdiener und Kranke gesorgt? Weiterlesen