Jetzt lese ich Bibelgeschichten vor

Heilige Geschichten mit Andreas Müller

In der Serie „Heilige Geschichten“ lese ich Texte aus heiligen Schriften vor und kommentiere sie.

Den Anfang macht die alttestamentarische Geschichte über die Opferung von Jiftachs Tochter. Diese ist auch als „Seila“ oder „Iphis“ bekannt. Eine faszinierende Ergänzung zu der Geschichte über Abraham und Isaak.

Kleine Korrektur: Der Name des Engels in der Geschichte über Abraham und Isaak wird im Bibeltext nicht genannt.

Die Geschichte zum Nachlesen: Einheitsübersetzung. Richter Buch 11, Verse 29-40.

Die von mir empfohlene Bibelausgabe: Stephen Prickett, Robert P Carroll: The Bible. Authorized King James Version. Oxford World’s Classic. Oxford University Press, 1998.

Neuer Vortrag über die „Humanistische Basis-Setzung“

In meinem neuen YouTube-Vortrag kritisiere ich Michael Schmidt-Salomons „Humanistische Basis-Setzung“. Das ist die Grundlage seiner Ethik und nichts anderes als ein willkürliches Dogma.

Es geht in diesem Zusammenhang auch um Axiome in der Philosophie, um Ayn Rands Ethik und generell um den Versuch, objektiv und universalistisch eine Ethik zu begründen.

Schreibt gerne als Kommentar unter das Video eure Meinung und ob ihr euch mehr YouTube-Vorträge von mir wünscht.

Der Niedergang des Neuen Atheismus

„Wir sind eines Morgens aufgewacht und die atheistischen Blogger waren alle Social-Justice-Blogger geworden. Ansonsten hatte sich nichts verändert, weil sich ansonsten nichts verändern musste (…) Der sozialistische Flügel der demokratischen Partei scheint sich eines ähnlichen Modells zu bedienen.“

(Scott Alexander: New Atheism. The Godlessness that Failed)

Die religionskritische Bewegung, die meine Jugend prägte, gibt es nicht mehr. An ihre Stelle ist ein ideologischer Mob von autoritären Sozialisten getreten. Doch wie konnte es soweit kommen?

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Ich habe die Transsubstantiation verstanden

Verwandeln sich Brot und Wein beim Abendmahl wirklich in den Körper beziehungsweise in das Blut von Jesus Christus?

Nun, offensichtlich nicht, werden meine atheistischen Leser sagen. Und ich stimme ihnen zu, dass es mit der „Transsubstantiation“, wie der katholisch-theologische Fachbegriff heißt, nicht weit her ist.

Allerdings habe ich bislang falsch verstanden, was die Verwandlung von Brot und Wein in Körper und Blut von Jesus aus der Sicht der Gläubigen bedeutet. Und möchte man sich eine Meinung darüber bilden, ob man etwas glaubt oder nicht, so muss man erst verstehen, was es ist, was man da glauben soll.

Wie es aussieht, glauben Katholiken und auch sonstige Christen keineswegs, dass sich an der physisch-chemisch-biologischen Beschaffenheit von Brot und Wein bei der Eucharistie irgendetwas ändert. Das heißt, was sie da verzehren, ist aus christlicher Sicht kein menschlicher Körper und kein menschliches Blut in irgendeinem materiellen Sinne.

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Engel und Dämonen sind willkürliche Ideen

Nun habe ich viel Lob gefunden für die Verteidigung der Vernunft durch thomistische Katholiken. Allerdings lässt sich der christliche Glaube nicht überzeugend und teils gar nicht mit der Vernunft begründen, wie auch das „Handbook of Christian Apologetics“ des katholischen Philosophen Peter Kreeft für mich aufzeigt.

Im Gegenteil ist unter anderem seine Verteidigung der realen Existenz von Engeln und Dämonen willkürlich. Während es für die Existenz eines Gottes ein bis zwei Argumente gibt, über die es sich näher nachzudenken lohnt, auch wenn sie mich nicht überzeugen, sieht es für andere Aspekte des Christentums weniger rosig aus. Weiterlesen

Asche auf Euer Haupt

Die Aktionskünstler des Zentrums für Politische Schönheit errichteten in der Nähe des Reichstags eine Säule mit der Asche von in Auschwitz Ermordeten. Die Aktion wurde von verschiedenen Kreisen, darunter vom Zentralrat der Juden und von der AfD-Fraktion Berlin, kritisiert und das ZPS entschuldigte sich schließlich für eine Verletzung religiöser Gefühle.

Wenn sich jemand für die Verletzung religiöser Gefühle entschuldigt, ist das schon einmal ein Warnsignal. Bedenkt man die Hintergründe und den Kontext der Aktion, teile ich die Meinung des Historikers Götz Aly dazu: Ich finde sie insgesamt gut. Und ich kann die Kritik rund um eine angeblich „gestörte Totenruhe“ angesichts dessen, wo die Asche vorher war – irgendwo verstreut und keineswegs bestattet – nicht nachvollziehen. Weiterlesen

Wenn ein Christ die Vernunft erklären muss

Ich lese gerade das „Handbook of Christian Apologetics“ des thomistisch-katholischen Philosophen Peter Kreeft. Also ein Buch für Katholiken, die ihren Glauben argumentativ verteidigen möchten. Die Argumente für Gottes Existenz und den christlichen Glauben darin überzeugen mich nicht, ich bleibe also weiterhin Atheist. Da ich jedoch auch in einer aristotelischen Tradition stehe, bin ich bei den Ausführungen über die Vernunft und bei der Kritik an modernen und postmodernen Philosophien oft einer Meinung mit Kreeft.

Wenn er etwas „Häresie“ nennt, denke ich mir daher gar nicht so selten: Hm, er hat Recht, dieser Unsinn ist wirklich Häresie. Kreeft glaubt wie Thomas von Aquin, dass der christliche Glaube und die Vernunft vereinbar sein müssen. Er hat eine sehr hohe Meinung von der Vernunft als eine Art von Gottesgeschenk an den Menschen. Hier möchte ich einige besonders schöne Passagen aus dem Buch über die Vernunft und den Unsinn, den unsere Kultur heute stattdessen so treibt, zitieren und kommentieren. Weiterlesen

Oh Luisa, was ignorierest Du mich?

Mein Herz zerbricht. Obwohl ich der deutschen Klimaprophetin Luisa Neubauer mein Liebeslied zukommen ließ, ignoriert sie mich weiterhin. Vielleicht ist sie nur zu scheu. Vielleicht überzeugt sie ein Lied noch nicht. Vielleicht trommelt sie schon auf einem Kochtopf und ich höre es nur nicht. Jedenfalls habe ich ihr sicherheitshalber noch ein Liebeslied geschrieben.

Ich wollte erst eine Ode an Greta schreiben, aber ich muss zugeben, dass ich das kleine Schwedengeschöpf wirklich ins Herz geschlossen habe, während ich Luisa, auch mal ohne Ironie gesagt, für den ungefähr unerträglichsten Menschen unserer schönen deutschen Nation halte. Greta ist nicht so heuchlerisch und sie hat diesen glühenden, kalten Fanatismus in den Augen – zuckersüß! Mit ihren schönen Zöpfchen. Ach!

Insofern also nur logisch, dass nun das Liebeslied 2 an Luisa geht.

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Sollte man mit Nazis reden?

Man sollte generell mit den Menschen reden. Vor allem mit denen, die eine andere Weltanschauung haben. Im Dialog lernt man einerseits, seine Argumente zu schärfen und seine eigenen Überzeugungen zu hinterfragen, andererseits lernt man Verständnis für die Überzeugungen anderer.

Ich bin jemand, der schon mit allen möglichen Leuten online und offline geredet hat und auch jemand, der sehr genau weiß, wie es ist, ausgegrenzt zu werden. Wie es ist, wenn sich jemand weigert, mit einem zu reden. Und sogar, wie es ist, wenn fast niemand im eigenen sozialen Umfeld mit einem redet.

Die Einstellung der Kommunikation ist eine extreme Maßnahme. Nicht mit jemandem zu sprechen bedeutet, dass man dieser Person den sozialen Tod wünscht. Es ist eine Maßnahme, die gerechtfertigt und genau bedacht sein muss.

Ich bin mir allerdings mit Michael Blume, Landesbeauftragter gegen Antisemitismus von Baden-Württemberg, einig, dass es bestimmte Leute gibt, mit denen man tatsächlich nicht reden sollte. Weiterlesen

Ist der Niedergang noch aufzuhalten?

Immer mehr Menschen, die sich politisch in der Mitte sehen, bekunden öffentlich ihre Nähe zu Extremisten. Und das ohne jegliche Konsequenzen. Vor einer Weile tat dies die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die sich mit der linksextremen Gruppe „Ende Gelände“ (gehört zur Interventionistischen Linken) solidarisierte.

Einige meiner eigenen Leser sehen die AfD als echte Alternative an und erkennen sie nicht als die rechtsextremen Bauernfänger, die sie sind. Und nun solidarisieren sich Abertausende auf Twitter mit der Antifa, welche laut Verfassungsschutz die freiheitlich-demokratische Grundordnung ablehnt. Weiterlesen

Der Feind meines Feindes

Der YouTuber Computing Forever alias Dave Cullen ist zum Christentum übergetreten. In seinen Videos hatte er sich dem Nihilismus und Relativismus der westlichen Kultur widersetzt, sich aus einer weitgehend liberalen Perspektive gegen radikalen Feminismus und Identitätspolitik ausgesprochen. Wie für mich hatten die Neuen Atheisten wie Richard Dawkins und Sam Harris einen erheblichen Einfluss auf Cullens intellektuelle Entwicklung.

Ich habe ihm geschrieben, was ich von seiner Konversion halte. Weiterlesen

Was ist Gott wirklich?

Ich habe in letzter Zeit viel über Gott und Wunder nachgedacht. Wie das so ist mit philosophischen Atheisten, tun wir das weit häufiger als der durchschnittliche Gläubige. Ich bin dabei zu einem für mich neuen, philosophisch und psychologisch fundierten Verständnis gelangt, was „Gott“, Heilige und Propheten im Leben der Gläubigen wirklich darstellen – und ich verstehe jetzt, wozu die Idee von Wundern dient.
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Der grüne Nervenzusammenbruch

Der Öko-Glaube der Deutschen hat als weltliche Religion den Nachteil, dass man nicht einmal darauf hoffen kann, erlöst zu werden oder in den Himmel zu kommen.

Zu meinem neuen Artikel bei Novo: Der grüne Nervenzusammenbruch

Ich meinte ja, dass ich mich nur noch im Zusammenhang mit kulturellen Analysen mit der Tagespolitik befassen würde und nicht mehr in Form von kurzen Kommentaren hier im Blog. Der neue Novo-Artikel ist ein Beispiel für eine kulturelle Analyse. Es geht darin nicht um die Kommentierung einzelner tagesaktueller Ereignisse (wie „Das Dieselverbot ist dumm“), sondern um eine Analyse der größeren Zusammenhänge. Viel Spaß mit Der grüne Nervenzusammenbruch.