Was den Islamischen Staat für manche im Westen attraktiv macht

Die Terrororganisation Islamischer Staat zieht nicht nur eifrige Muslime an. Der IS motiviert auch Christen und andere zur Konversion zum Islam einerseits und zum Beitritt zum IS andererseits. Als Atheist habe ich mir das offizielle Magazin des Islamischen Staates näher angesehen, um herauszufinden, was manche Westler am IS so anziehend finden, dass sie ihr ganzes Leben dafür aufgeben. Die Antwort sollte uns alle im Westen beunruhigen.

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Was wollen Dschihadisten wirklich?

Anlässlich des Anschlags in Berlin erhielt meine neueste Übersetzung für die Richard Dawkins Foundation eine Aktualität, die ich ihr nicht gewünscht hätte. Was wollen Dschihadisten wirklich? Dieser Frage geht der US-amerikanische Religionskritiker Sam Harris in einem Podcast anhand des offiziellen Magazins des Islamischen Staates, Dabiq, auf den Grund. Ich habe zentrale Passagen aus dem Podcast und aus Dabiq übersetzt.

„Das ist die Welt, die diese Leute errichten wollen. Eine Fantasiewelt willkürlichen religiösen Bullshits, der dem Leben seinen ganzen Wert nimmt. Wo der Tod eines Kindes, das von seinen Eltern absichtlich jeder echten Chance beraubt wurde, ein Grund zum Feiern ist. Das ist unser Feind.“

Der Artikel besteht aus zwei Teilen, zunächst ist nun der erste erschienen. Es ist ein äußerst guter und wichtiger Artikel, dem ich vollumfänglich zustimme. Dank meiner Lektüre von Dabiq (man hat ja sonst nichts zu tun in der Vorweihnachtszeit) habe ich außerdem selbst noch etwas dazu zu sagen, wozu ich hoffentlich die Zeit finden werde.

Zum Artikel (Teil 1 von 2): Was wollen Dschihadisten wirklich?

Die Bedeutung von Thomas von Aquin

thomas_von_aquin„Jeder Wille, der der Vernunft widerspricht, ist böse.“

(Thomas von Aquin: Das irrende Gewissen, Artikel 6.1)

Der Glaube an Jesu als Gottes Sohn sei unverzichtbar für die Erlösung, schrieb Thomas von Aquin einst. Aber wer mit seiner Vernunft keinen guten Grund sieht, daran zu glauben, der sollte auch nicht daran glauben. Er würde einen moralischen Fehler begehen, wenn er es doch tut. Insofern mache ich also alles richtig. Das freut mich und ist Grund genug, im Folgenden auf die philosophische und historische Bedeutung von Thomas von Aquin kurz einzugehen. Weiterlesen

Atheisten: Wir sind nicht besser als die

Es ist wieder Zeit für mein Wort zum Sonntag. Heute geht es um die Frage, warum so viele „säkulare Humanisten“ einen schlechten Charakter haben. Dass dem so ist, ist mir in dem Jahrzehnt, seitdem ich in dieser Szene aktiv bin, leider häufig aufgefallen.

Viele, wenn nicht die meisten Leute, die sich dieser Tage „säkulare Humanisten“ nennen, sind nicht einmal Humanisten, haben also keine Ethik, die den Menschen ins Zentrum setzt (und es geht hier nicht um Kleinigkeiten oder geringfügige Meinungsverschiedenheiten). Das, was sie „atheistisch“ nennen, ist lediglich ein nihilistischer reduktionistischer Materialismus, der sich im politischen Bereich als eine Variante des Marxismus äußert.

Da ich nun auf mehrere Beispiele für den miesen Charakter und die offensichtlich anti-humanistischen Ansichten vieler „säkularer Humanisten“ (wie sie sich selbst nennen) im Detail eingegangen bin, möchte ich nun die Frage nach den Ursachen für dieses Phänomen zu beantworten versuchen. Weiterlesen